Bürger fragen – Dr. Jörg D. Valentin antwortet
Anklamer Innenstadt: Es herrscht verdächtige Ruhe

Anklam — Dr. Jörg D. Valentin be­ant­wor­tet ei­ne Bürgerfrage be­zug­neh­mend auf den Presseartikel, er­schie­nen am 09. Juli 2025 in der re­gio­na­len Tageszeitung Nordkurier.

Mit dem neu­en Informations- und Tourismuszentrum, der be­reits er­folg­ten Verengung der Peenstraße und den an­ge­kün­dig­ten Überlegungen zu Verkehrsberuhigung, Einbahnstraße und ver­än­der­ter Parkraumordnung steht die Stadt vor ei­ner Neuordnung des in­ner­städ­ti­schen Verkehrs.

Die Innenstadt at­trak­tiv ge­stal­ten zu wol­len ist ein le­gi­ti­mes Ziel. Dies darf aber nicht da­zu füh­ren, dass Erreichbarkeit, Rettungswege, Lieferverkehr, Verwaltungsfähigkeit oder die Versorgungssicherheit be­ein­träch­tigt wer­den. Es stellt sich die Frage, ob ei­ne Entlastung der Innenstadt le­dig­lich ei­ne Belastung der an­gren­zen­den Straßen erzeugt.

Eine zeit­lich be­grenz­te Verkehrsberuhigung er­mög­licht es, Wirkung statt Annahmen zu be­wer­ten. Ein Pilotversuch ver­ur­sacht ei­nen be­grenz­ten fi­nan­zi­el­len und or­ga­ni­sa­to­ri­schen Aufwand, re­du­ziert da­für das Risiko ei­ner dau­er­haf­ten Fehlentscheidung. Eine so­for­ti­ge dau­er­haf­te Umgestaltung wä­re dem­ge­gen­über mit hö­he­ren fi­nan­zi­el­len, recht­li­chen und in­fra­struk­tu­rel­len Folgerisiken ver­bun­den. 

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