Bürger fragen – Dr. Jörg D. Valentin antwortet
Masterplan Peeneufer: Auf dem Abstellgleis, wer seinen Mann steht?

Anklam — Dr. Jörg D. Valentin be­ant­wor­tet ei­ne Bürgerfrage be­zug­neh­mend auf den Presseartikel, er­schie­nen am 14. Juni 2025 in der re­gio­na­len Tageszeitung Nordkurier.

Die Stadt will den süd­li­chen Hafenbereich durch ei­nen neu­en Flächennutzungs- und Bebauungsplan grund­le­gend um­ge­stal­ten, ei­ne Veränderungssperre er­las­sen und zu­gleich die Voraussetzungen schaf­fen, um ei­nen dort an­säs­si­gen Industriebetrieb zum Standortwechsel zu bewegen.

Die öf­fent­li­che Aussage, der Bebauungsplan sol­le ein Sonderkündigungsrecht er­mög­li­chen, ist pro­ble­ma­tisch. Planung darf nie­mals den Anschein er­we­cken, le­dig­lich als Instrument zur Verdrängung ei­nes ein­zel­nen Unternehmens ein­ge­setzt zu wer­den. Denkbar wä­re ei­nen Strukturwandel mit dem Erhalt wirt­schaft­li­cher Substanz zu verbinden.

Bestehende Industrie könn­te, so­weit städ­te­bau­lich ver­tret­bar, teil­wei­se in­te­griert oder schritt­wei­se ver­la­gert wer­den. Dadurch lie­ßen sich Arbeitsplätze, Gewerbesteuereinnahmen und Investitionssicherheit bes­ser mit Entwicklungszielen der Stadt in Einklang brin­gen. 

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